Barbershop-Glossar

Ob als Sänger oder Journalist - wenn Sie diese Begriffe beherrschen können Sie mitreden.

A

  • A&R sessions: Auswertungs-Sitzung mit Analyse und Empfehlungen der Judges nach Wettbewerben. »Clinics
  • Afterglow: Eine der wichtigsten Einrichtungen in der Barbershop-Musik. Das "Nachglühen" nach einem Konzert, Treffen oder einer Probe. Geselliger Abschluss von Barbershop - Aktivitäten mit Gelegenheit zum gemeinsamen Singen bekannter Arrangements.
  • Attack: Beginn eines Tones auf einem Vokal oder Konsonant, möglichst einheitlich von allen Sängern auszuführen. »Release

B

  • B: Die Note, die dem deutschen H entspricht, daher ist B flat das deutsche B.
  • BABS: British Association of Barbershop Singers, brittische Barbershop-Organisation für Männer, ca. 2000 Mitglieder.
  • Balance: Effekt, der durch Abstimmen der Lautstärken der einzelnen Stimmen innerhalb eines Akkordes erreicht wird.
  • Ballad: Ballade, langsames Lied, bei dem die Interpretation des Rhythmusses stark von der Notierung abweicht und so dem Rezitativ in der klassischen Musik ähnelt.
  • Baritone, Bari: Die dritte Stimme im Chor, mittlere Stimmlage. Der Bari hat die Aufgaben, die Harmonie zu vervollständigen. Die Stimme ist daher nicht leicht zu lernen. Der Bari darf sich nicht in den Vordergrund drängen.
  • Bass: Die tiefste Stimme in der Barbershop-Musik, fordert von Frauen immerhin das kleine D, gibt häufig dem Lied den Rhythmus: dum-da-dum
  • Bell Chord: Glocken-Akkord. Ein Arrangier-Effekt, bei dem ein Akkord durch die vier Stimmen, die nacheinander einsetzen, aufgebaut wird.
  • BinG!: Barbershop in Germany: Die deutsche Barbershop-Organisation, bestehend seit 1991 mit ca. 300 Männern und Frauen als Mitglieder.
  • Blend: Das Vermischen einzelner Stimmen zu einem Gesamtklang
  • Breath Support: Atemstütze mit Hilfe der Brustkorbmuskulatur.
  • BS Seventh Chord: Dominantseptakkord, der beliebteste im Barbershop. Gute Barbershop-Musik enthält mehr als 40% BS-Septimakkorde.

C

  • Chord: Akkord, ein Klang, der durch drei oder mehr Töne gleichzeitig entsteht.
  • Chord Progression: Abfolge von Akkorden.
  • Chorus: 1. Bezeichnung für einen Barbershop-Chor, in Abgrenzung zu "choir". 2. Refrain, Kehrreim. Meist mehrfach wiederholter Teil eines Liedes zwischen den einzelnen Strophen. Die Wiederholung kann sich auf den Text oder die Musik oder beides beziehen.
  • Climax: Musikalischer und meist auch inhaltlicher Höhepunkt eines Liedes.
  • Clinics: Nachbesprechungen nach Wettbewerben mit Judges und Teilnehmer/innen. »A&R Sessions

D

  • DABS: Dutch Association of Barbershop Singers, der niederländische BS-Männer-Verband mit ca. 500 Mitgliedern.
  • Diphthong: Zusammengesetzter Vokal, der aus zwei aufeinander folgenden Vokalen besteht. »Turning a diphthong

E

  • Embellishment: Ausschmückung eines Arrangements, um es interessanter zu machen, z.B. mit »Swipe »Key Change »Bell Chords.
  • Expanded Sound: Erweiterter Klang, der sich ergibt aus der Wechselwirkung zwischen reiner Intonation, einheitlicher Aussprache, »Balance und »Blend, was zu einem Gesamtklang führt, der größer ist als die Summer der Einzelstimmen. Dies wird durch die Verstärkung der Obertöne verschiedener Stimmen erreicht.

F

  • Fifth Wheeling: Unerwünschtes Mitsingen, wenn ein Quartett informell singt.
  • Flat: 1. Das musikalische Zeichen (b), das den notierten Ton um eine halbe Stufe erniedrigt. 2. "to sing flat" bedeutet, zu tief zu singen.

GH

  • Hanger: Der lange Ton, den eine Stimme oft am Ende eines Liedes singt, um den sich alle anderen mit weiteren Phrasen gruppieren. Ruft allerseits grenzenlose Bewunderung der Atemkapazität des Ausführenden hervor.
  • Holland Harmony: Die niederländische Frauen-Barbershop-Organisation mit ca. 700 Mitgliedern.

I

  • Implied Harmony: Eine Folge von Akkorden, die sich aus der ursprünglichen Melodie ergibt.
  • Introduction: Abk. intro: Eine einleitende Zeile oder Phrase, die dem Refrain oder einer Strophe eines Liedes vorangestellt wird.

JK

  • Key Change: Tonartwechsel, Modulation, meist nach Abschluss einer Strophe oder eines Refrains einen halben Ton nach oben.
  • Key Signature: Die Bezeichnung der Tonart am Anfang der Zeile mit Kreuzen oder Bs.

L

  • LABBS: Ladies Association of British Barbershop Singers, der britische Frauen-Barbershop-Verband mit ca. 1400 Mitgliedern.
  • Lead: Die Melodiestimme im Barbershop, singt mit wenigen Ausnahmen immer tiefer als der Tenor.
  • Lock (and ring): Der unübersetzbare Zustand (einrasten?) beim Singen eines Akkordes, wenn der »Expanded Sound mit Hilfe von Obertönen erreicht wird und nach dem Barbershopper süchtig sind. »Ring
  • Lyrics: Text eines Liedes oder Gedichtes.

M

  • Major: Dur, eine bestimmte Abfolge von Tönen in einer Tonleiter. Klingt anders als »minor (Moll)
  • Measure: Takt, eine rhythmische Einheit, in der eine Anzahl von Schlägen zwischen zwei Taktstrichen ausgeführt werden.
  • Minor: Moll, eine im Gegensatz zu »Major anders gekennzeichnete Abfolge von Tönen in einer Tonleiter. Klingt of düster und traurig.
  • Music: Kategorie bei Barbershop-Wettbewerben: Arrangement eines Liedes und der Umgang der Ausführenden damit. Wird bei »BinG! und bei »SPEBSQSA bewertet.

N

  • Natural: Attribut einer Note mit Auflösungszeichen, also ohne »flat oder »sharp (entspricht den weißen Tasten auf dem Klavier).
  • Neutral Syllable: Ein Klang, z.B. "dum dum", mit dem die Melodiesänger/innen von den anderen begleitet werden. In einem guten Wettbewerbsarrangement soll das nur sporadisch vorkommen.
  • Neutral Vowel: Ein Klang wie "ah" oder "oh", »Neutral Syllable.

O

  • Overtones: Obertöne, mitklingende Töne höherer Tonhöhe als der gesungene Ton. Deren An- oder Abwesenheit bestimmt die Klangfarbe eines Klanges.

P

  • Pick-up: Auftakt, eine oder mehrere Noten vor dem ersten Takt einer Phrase, manchmal von nur einer oder zwei Stimmen gesungen.
  • Pitch: Tonhöhe
  • Pitch (Pipe): Ein kleines Blasinstrument, ähnlich einer Mundharmonika, zum Anstimmen eines Liedes. Auf der Pitch Pipe sind alle zwölf Töne der Tonleiter vorhanden. Für Männerstimmen empfiehlt sich die Pitch Pipe, die beim F beginnt, bei Frauenstimmen die, die beim C beginnt.
  • Presentation: Kategorie bei Barbershop-Wettbewerben: Die Glaubwürdigkeit der Interpreten und optische Übermittlung der Stimmung eines Liedes. Wird bei »BinG! und bei »SPEBSQSA bewertet.

QR

  • Range: Bereich, Reichweite, Ambitus. Der Bereich von der tiefsten bis zur höchsten Note, den eine Person singen kann oder der in einem Arrangement vorkommt.
  • Release: Abschluss eines Wortes, Tones oder einer Phrase, möglichst gleichzeitig von allen Sängern oder Sängerinnen ausgeführt. »Attack
  • Ring: Wie »Lock mit "klingeln" oder "bimmeln" nur unzureichend übersetzbar. "Ringing" bezeichnet den Zustand eines Akkords, der reich an Obertönen ist und den die Barbershopper deswegen so lieben. Der "Ringing Chord" ist einer der Hauptgründe, warum Barbershopper so gern Barbershop singen.
  • Root: Grundton einer Tonart, oft auch mit »Tonal Center bezeichnet.

S

  • Scooping: Einen zu singenden Ton unterhalb seiner tatsächlichen zu beginnen und "hochschleifen", in der Barbershop-Musik nicht erwünscht.
  • Seventh: Septime, als kleine Septime oft verwendetes, charakteristisches Merkmal der Barbershop-Musik.
  • Sharp: 1. In der Notenschrift das Kreuz, das einen Ton um einen Halbtonschritt erhöht. 2. "To sing sharp": zu hoch intonieren.
  • Singing: Kategorie bei Barbershop-Wettbewerben: Qualität des Gesangs. Wird bei »BinG! und bei »SPEBSQSA bewertet.
  • SNOBS: Society of Northern Barbershop Singers. Barbershop-Organisation für Männer in Skandinavien.
  • SPATS: Southern Part of Africa Tonsorial Songsters. Eine der wenigen Barbershop-Organisationen mit Männern und Frauen als Mitglieder.
  • SPEBSQSA: Society for the Preservation and Encouragement of Barbershop Quartet Singing in America. Die größte Männer-Barbershop-Organisation in den USA mit ca. 30.000 Mitgliedern.
  • Sweet Adelines International (SAI): Die größte Frauen-Barbershop-Organisation in den USA mit ca. 30.000 Mitgliedern.
  • Swipe: Eine Folge zweier oder mehrerer Akkorde, die auf einer Silbe gesungen werden, typisches Merkmal der Barbershop-Musik.

T

  • Tag: Die besonders bearbeitete Schlussphrase oder -zeile in einem Arrangement. Hat im Lauf der Zeit ein Eigenleben entwickelt und wird bei geselligen Anlässen gern eigenständig gesungen.
  • Tenor: Im Barbershop die hohe Begleitstimme, die sich klanglich dem »Lead unterordnen muss.
  • Tonal Center: Der Grundton, auf den sich alle Sänger/innen vor allem beim Vom-Blatt-Singen beziehen müssen.
  • Turning a Diphthong: Der Wechsel vom ersten zum zweiten Vokal in einem Doppelvokal (»Diphthong). Beim Barbershop-Gesang wird angestrebt, dass er von allen Beteiligten gleichzeitig ausgeführt wird.

UV

  • Verse: Strophe

WXYZ

  • Woodshedding: Vierstimmiges Ad-hoc-Harmonisieren einer Melodielinie ohne Arrangement. Die kreativste Form des Barbershop-Gesangs.