Barbershop-Quartett State Line Grocery aus Atlanta/USA auf Tour ...
Vier Barbershop-Sänger aus Atlanta/USA machten sich auf nach
Deutschland ... und kamen am Münchener Flughafen – es lebe das
Klischee – erst einmal in einen schönen deutschen Regenguß!
"Das war etwas Schade", meinte Tim Brooks, Singing Judge und
Lead-Stimme des Quartetts State Line Grocery, schmunzelnd, "weil wir
Atlanta in schönstem Sonnenschein verlassen haben."
"Aber das Wetter", so Drew MacMillan, Stimmbildner und
"Bassmann", "trat schnell in den Hintergund, weil wir so
überaus nett und herzlich empfangen wurden."
"Und", ergänzt Bariton Mark Lamback lachend, "weil wir
es uns im Münchner Hofbräuhaus gemütlich gemacht
haben."
Befragt nach ihren persönlichen Eindrücken, zwei von ihnen
waren das erste Mal in Deutschland, äußerten sich alle
durchweg positiv über Land und Leute. Überraschend gut
hätte die Kommunikation mit den Teilnehmern des Chorleiter-Seminars
geklappt, zu dem sie als Dozenten eingeladen waren: "Wir hatten erst
befürchtet, dass es vielleicht Sprachprobleme geben
könnte", meinte Tim Brooks, "was aber völlig
unbegründet war." Man verstand sich. Vor allem wurde neben
gesanglichem Fachsimpeln auch viel gelacht.
Mark Lamback, der Chorstudiengänge an einer Highschool organisiert
und als Kind sieben Jahre in Deutschland lebte, war besonders
beeindruckt von der Tatsache, dass bei BinG! Männer und Frauen
einem gemeinsamen Verband angehören und in Chören und
Quartetten zusammen singen. "In Amerika ist das in der
Barbershop-Szene leider immer noch ziemlich streng getrennt."
"Es gibt zwar hier und da ein gemischtes Quartett, aber nichts
offizielles", bedauerte Dylan Oxford, Arrangeur des Quartetts.
"Es wäre schön, wenn sich das ändern würde, was
sicherlich auch mehr junge Leute, an denen es zur Zeit etwas fehlt,
für den Barbershop-Gesang begeistern würde."