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Halftones - Chorwettbewerb

Halftones begeistern auf nationaler Ebene

Nach erfolgreicher Qualifikation im hessischen Bad Nauheim vor einem Jahr erreichte das Acappella-Ensemble Halftones nun bei seiner ersten Teilnahme am alle zwei Jahre stattfindenden "German Acappella Bundescontest" in Sendenhorst den zweiten Platz in der Kategorie "Amateure" sowie den dritten Platz in der kategorienübergreifenden Gesamtwertung, die alle 23 angetretenen Gruppen – Amateure, Semiprofessionelle und Professionelle – umfasst.

Seit 8 Jahren sind die Halftones ein Acappella-Ensemble, das sich hauptsächlich dem Barbershop verschrieben hat, und sich hier bereits mit vorderen Platzierungen auf entsprechenden bundesweiten Wettbewerben einen Namen gemacht hat. So gewannen sie zuletzt die Bronzemedaille bei den deutschen Barbershopmeisterschaften im März 2012 und wurden dort zweitbestes Männerquartett in Deutschland.
 
Als sich Ulrich Mansfeld, Michael Meents, Constantin Siegert, Florian Stein und Lucas Bitzer am Freitagabend aus vier verschiedenen Bundesländern kommend im nordrhein-westfälischen Sendenhorst einfanden, war an einen solchen Erfolg nicht zu denken. "Wir gingen ohne große Erwartungen in den Wettbewerb, da wir uns als Barbershop-Ensemble sehen, und im Vorfeld nicht wussten, wie wir mit dieser Nischendisziplin bei German Acappella ankommen würden", so Michael Meents.

Als am Freitagabend vornehmlich Ensembles der Kategorie "Professionell" in den Wettbewerb starteten, war bei vielen Beobachtern klar, dass Delta Q, ein erst 2012 gegründetes Ensemble aus Berlin und später verdienter Gesamtsieger, das Rennen machen würde.
 
Am folgenden Samstag trafen in einem sehr abwechslungsreichen Wettbewerb auf höchstem Niveau Gruppen der Kategorien "Professionell", "Semiprofessionell" sowie "Amateur" aufeinander. Die Kategorisierung einer Gruppe richtete sich unter anderem danach, ob die Sänger eine professionelle Ausbildung hatten, wie viele Konzerte sie im Jahr gibt und in welchem Umfang sie generell gewerblich tätig ist.
 
Als am Nachmittag die Halftones ihr Wettbewerbsprogramm zu Gehör brachten, war das Publikum von Anfang an begeistert. Als Kontrast zu vielen vorhergehenden Gruppen verzichtete das Ensemble auf eine Mikrofonierung jedes Sängers; stattdessen wurde nur der Gesamtklang mit Raummikrofonen abgenommen. Mit "When The Saints Go Marchin' In" als erste Nummer konnte die Gruppe ihren klaren und vollen Barbershop-Sound, angereichert mit jazzigen Scat-Elementen, unter Beweis stellen. Nachfolgend wurde es ruhig im Saal, denn mit "Loch Lomond" kontrastierten die Sänger ihr erstes Stück mit einer einfühlsamen Ballade. Nachdem der Bass der Gruppe Florian Stein als Elvis-Imitator mit "Teddy Bear" eine Reverenz an die auch als "Elvis-Stadt" bekannte Heimatstadt der Sänger Bad Nauheim erwies, konnte Ulrich Mansfeld im dritten bewerteten Stück seine solistischen Qualitäten unter Beweis stellen. Seine Interpretation des Musicalklassikers "Bring Him Home" aus "Les Misérables" berührte das Publikum sichtlich und wurde mit anhaltendem Applaus belohnt. Der Auftritt wurde mit einem augenzwinkernden Ausflug in den Pop-Bereich mit "Change the World" abgerundet.
 
Als das Ensemble am Sonntagabend seine Preise entgegennehmen konnte, gab es kein Halten mehr. "Mit einer solchen Bewertung hatte keiner von uns gerechnet. Mit unserer Musik zwischen all den tollen Gruppen hier so eine Platzierung zu erreichen, ist schon etwas ganz Besonderes für uns!", so Lucas Bitzer. Im Vordergrund, da waren sich die fünf Sänger einig, habe jedoch gestanden, die deutsche Acappella-Szene kennenzulernen, neue Bekanntschaften zu knüpfen und großartige Musik unterschiedlichster Gruppen auf Top-Niveau zu hören. Diese Erwartung hat sich erfüllt und wurde vom eigenen Wettbewerbsergebnis noch gekrönt.